Ausstellung zeigt 600 Jahre aktives Bruderschaftsleben

Besucher der Sparkasse Neuss am Robert-Grootens-Platz haben noch bis zum 3. Juli die Gelegenheit, sich die Jubiläumsausstellung der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Büttgen anzuschauen. Insgesamt 29 Stellwände mit rund 800 Bildern und Texten sowie zahlreiche weitere, in Vitrinen ausgestellte Exponate vermitteln einen Eindruck über Wesen und Aktivitäten der Bruderschaft, deren Bestehen bis zurück ins Jahr 1415 belegt werden kann.

Die Ausstellung ist unter Federführung vom Schützenbruder Herbert Hargarten und bei tatkräftiger Mithilfe von Brigitte Deußen, Karl-Josef Klein und Eduard Klüber ehrenamtlich und in akribischer Kleinarbeit über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren erstellt worden. Sie haben dabei besonderen Wert auf die Gliederung der Historie bis zum Jahr 1900 gelegt, die durch Objekte in den Vitrinen dokumentiert wird, während die „Neuzeit“ durch Fotos bis 1945 und Aufnahmen aus den Nachkriegsjahren gezeigt wird. Alle Schützenkönige seit 1947, die Schützenzüge und weitere Repräsentanten von damals und heute werden in Bildern und mit Textangaben vorgestellt.

Neben viel Arbeit steckte das Team auch große Begeisterung in die Recherche und Sammlung. So bekommen die Besucher der Jubiläumsausstellung ebenso einen Eindruck von den vielen ehrenamtlichen Aktionen, die durch Büttgens Schützen ins Leben gerufen wurden. Dokumentiert wird ihr Mitwirken in sozialer und kirchlicher Gemeinschaft, wie zum Beispiel die Glockenspende für die Kirche St. Aldegundis und das traditionelle Glockenbeiern im Turm, die Herausgabe der heimatkundlichen Schriftenreihe und das jährliche Jan-van-Werth-Gedenken, die Arbeiten an der Michaelskapelle und die Übernahme der Betriebsträgerschaft für die Pampusschule sowie zahlreiche weitere Spendensammlungen für soziale Zwecke. Drei Tafeln widmen sich allein den von der Bruderschaft organisierten Pilger- und Kulturreisen wie zuletzt nach Benatek oder auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela

zurück